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Zentrale von Straßen.NRW investiert in Telematik

​Offensichtlich steht die Zentrale von Straßen.NRW einer „Temporären Seitenstreifenfreigabe“ aufgeschlossener gegenüber als die Niederlassung Rhein-Berg wie die folgende Mitteilung zeigt.
(Hervorhebungen durch Webmaster)

Betreff: Straßen.NRW: 15 Millionen für besseren Verkehrsfluss auf den Autobahnen
Datum: Thu, 9 Jan 2020 07:07:23 +0000
Von: Kommunikation@strassen.nrw.de
   

Straßen.NRW: 15 Millionen für besseren Verkehrsfluss auf den Autobahnen

Leverkusen/Gelsenkirchen (straßen.nrw). Mehr als 15 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen im vergangenen für einen besseren Verkehrsfluss auf seinen mehr als 2.000 Kilometern Autobahnen ausgegeben. Bezahlt wurden damit so genannte telematische Anlagen, die den Verkehrsablauf und die Sicherheit auf den Bundesfernstraßen verbessern. Im bundesweiten Vergleich steht NRW damit an der Spitze – noch vor Bayern mit 12,5 Millionen Euro und Hessen mit 10,5 Millionen Euro. „Nordrhein-Westfalen untermauert damit seinen ersten Platz in Deutschland, was den Einsatz von Telematik für das Verkehrsmanagement angeht“, betonte Straßen.NRW Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek in Gelsenkirchen.

Das Geld wurde nach Angaben der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen vor allem in neue „Streckenbeeinflussungsanlagen“, dynamische „Wechselwegweiser mit integrierter Stauinformation“ (dWiSta) und Anlagen für die zeitweise Freigabe von Seitenstreifen investiert. Besonders auf der am stärksten belasteten Autobahn in NRW, der A3, werden derzeit auf einer Länge von 120 Kilometern (beide Fahrtrichtungen) telematische Anlagen aufgebaut, die zum Teil noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Im vergangenen Jahr lag einer der Schwerpunkte zudem im Ruhrgebiet: Hier wurden weitere 35 dynamische Informationstafeln, so genannte „dWista-Tafeln“, aufgebaut, um den Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor Staus zu warnen und auf Umleitungsstrecken zu führen. Zwölf weitere Anlagen dieser Art sollen dieses Jahr folgen, hieß es bei Straßen.NRW.

Hintergrund
„Streckenbeeinflussungsanlagen“ harmonisieren den Verkehrsfluss und reduzieren dadurch die Zahl der Unfälle und Staus. In der Regel werden für diese Anlagen je Fahrtrichtung im Abstand von 1,5 Kilometern Brücken mit den elektronischen und flexiblen Verkehrszeichen gebaut, die auf unterschiedlichen Szenarien mit jeweils angepassten Geschwindigkeitsbeschränkungen, Lkw-Überholverboten oder Gefahrenwarnungen reagieren.

Die „dWiSta-Tafeln“ stehen an „Entscheidungspunkten“, also vor Autobahndreiecken und -kreuzen, informieren die Verkehrsteilnehmer über Verkehrsstörungen, wie Stau, Unfall u.ä. im weiteren Streckenverlauf und können Alternativrouten anzeigen.

„Temporäre Seitenstreifenfreigaben“ ermöglichen eine Freigabe des Seitenstreifens für den Verkehr, abhängig vom Verkehrsaufkommen besonders zur „Rushhour“.

Auf 555 Kilometern Autobahn insgesamt sind mittlerweile in NRW Anlagen zur Streckenbeeinflussung installiert, über 116 „dWiSta-Tafeln“ und vier Anlagen mit temporärer Seitenstreifenfreigabe.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter
Landesbetrieb Straßenbau NRW, Zentrale Kommunikation fon (0209) 3808-333

Rheinische Post greift das Thema „A3-Ausbau“ auf

Rheinische Post vom 8.1.2020
A3: Wenn die Lösung zum Problem wird

Hier die Meinungen zum Thema vom Autor des Artikels und eines seiner Kollegen:

Pro Ausbau: Die Meinung von Tobias Dupke
Es ist nicht nachvollziehbar wie ein relativ junger Mensch, der auch noch Vater von kleinen Kindern ist, derart wenig zukunftsorientiert denkt und die Verkehrsprognosen, die den notwendigen Ausbau beweisen sollen, unreflektiert glaubt. Herr Dupke, wir brauchen eine Verkehrswende mit weniger Autoverkehr, damit Sie im Alter und danach Ihre Kinder noch eine lebenswerte Umwelt vorfinden!

Kontra Ausbau: Die Meinung von Christoph Schmidt
Herr Schmidt, Sie sind einer von uns!

Leserbrief von Birgit Radke:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Veröffentlichung meines Leserbriefs mit der Überschrift „Mangelhafter Plan – A3-Ausbau“ am 24.10.2019. Nun sende ich Ihnen meinen Leserbrief zum Artikel „Hintergrund: A3: Wenn die Lösung zum Problem wird“ (Rheinische Post, Tobias Dubke, 07.01.2020). Bitte veröffentlichen Sie meinen Leserbrief in Ihren Zeitungen. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Radke
https://rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/a3-wenn-die-loesung-zum-problem-wird_aid-48195014
In dem Artikel „Hintergrund: A3: Wenn die Lösung zum Problem wird“ sowie in seinem darauffolgenden Kommentar (Rheinische Post, 07.01.2020)  beschreibt Herr Dupke zahlreiche Probleme mit und ohne A3 Ausbau-Maßnahmen.
Herr Dupke, das ist die Lösung, ohne Problem: Die erforderliche Planung zur Seitenstreifenfreigabe muss kurzfristig in Angriff genommen werden. Mit einer Seitenstreifenfreigabe als Übergangslösung wird Zeit gewonnen, die A3 durch intelligente Verkehrsplanung zu entlasten. So investiert Straßen.NRW aktuell in telematische Anlagen, die den „Verkehrsablauf und die Sicherheit auf den Bundesfernstraßen verbessern“ (B.A. Löchter, Straßen.NRW: 15 Millionen für besseren Verkehrsfluss auf den Autobahnen, 09.01.2020).
Das wichtigste Ziel einer intelligenten Verkehrsplanung ist jedoch die Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene. Dazu brauchen wir einen kompetenten und weitsichtigen Bundesverkehrsminister. Mit der Stärkung des Schienenverkehrs kann das Verkehrsaufkommen der A3 effektiv vermindert werden und der 4-spurige A3 Ausbau erübrigt sich langfristig.
Das erste Etappenziel ist dabei zunächst die Plan-Erstellung zur Seitenstreifenfreigabe zwischen AK Leverkusen und AK Hilden mit der Ermittlung der erforderlichen Baumaßnahmen und Kosten. Anschließend kann die Seitenstreifenfreigabe für diesen A3 Abschnitt in die Investitions- und Bauplanung aufgenommen und dann realisiert werden.
Das ist die Lösung, ohne Problem!
Birgit Radke,
Langenfeld