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Die GRÜNEN gegen den Ausbau der A3

Die GRÜNEN fordern den Verzicht auf den Ausbau der A3

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen aller Städte und Kreise von Hilden bis Leverkusen die Herausnahme des unzeitgemäßen A3-Ausbaus aus dem Bundesverkehrswegeplan:

Erklärung der Grünen zum A3-Ausbau: „Ausbau der A3 verhindern“

Rheinische Post / Ausgabe Rhein-Berg vom 27.3.2021

Es wäre wünschenswert, wenn auch die Fraktionen der übrigen Parteien in den betroffenen Städten und Kreisen die Verhinderung des A3-Ausbaus zu einem „Gemeinschaftsprojekt“ erklären.

Digitaler Infomarkt der Autobahn GmbH

Digitaler Infomarkt der Autobahn GmbH vom 15. – 19.3.2021

Wir waren uns darüber im Klaren, dass der Infomarkt eine Werbeveranstaltung der Autobahn GmbH für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung für den geplanten achtspurigen Ausbau der A3 war. Trotzdem oder gerade deswegen haben sich die Gegner der Planung zahlreich mit unseren guten Argumenten daran beteiligt, um den Widerstand in der Bevölkerung deutlich zu machen.
Die Diskussionen in der Kommentarfunktion sind noch online auf der Homepage des Infomarktes unter: https://a3-infomarkt.de/

Presseecho vor dem Infomarkt:
Kölner Stadtanzeiger vom 13.3.2021
Rheinische Post vom 10.3.2021
Kommentar dazu von Redakteur Stephan Meisel am 10.3.2021

Presseecho nach dem Infomarkt:
Kölner Stadtanzeiger vom 20.3.2021

Pressemitteilung der Autobahn GmbH vom 20.3.2021
Pressemitteilung der Bürgerinitiative „3reicht!“ vom 20.3.2021

Unter dem Eindruck des Infomarktes hat Karl Wilhelm Bergfeld eine Glosse verfasst:
„Der Ausbau der A3 – Ein Blick in die Zukunft – Ein Horrorszenario mit glücklichem Ausgang“

Rechnet die Autobahn GmbH die Seitenstreifenfreigabe absichtlich schlecht ?

Rechnet die Autobahn GmbH die temporäre Seitenstreifenfreigabe absichtlich schlecht?

Anfang 2020 hat Straßen.NRW (jetzt: Autobahn GmbH) von NRW-Verkehrsminister Wüst den Auftrag erhalten, eine Machbarkeitsstudie zur temporären Seitenstreifenfreigabe (TSF) zu erstellen. Im Dialogforum wurde den Teilnehmern ein erster Zwischenstand mit dem Ergebnis einer „ersten verkehrstechnischen Untersuchung“ vorgestellt, wonach die TSF den Verkehrsfluss lediglich um 18% verbessern würde, der achtspurige Ausbau jedoch um 85%. Da dieses Ergebnis allen bisher vorliegenden Studien zur TSF widerspricht, versucht die Bürgerinitiative seit Wochen diese „erste verkehrstechnische Untersuchung“ von der Autobahn GmbH zu bekommen, wird jedoch von Woche zu Woche vertröstet.
Hier der Email-Verkehr mit der Autobahn GmbH
Zwischenzeitlich wurde das o.g. Untersuchungsergebnis auch kommentarlos in der lokalen Presse veröffentlicht:
Rheinische Post / Ausgabe Hilden vom 26.2.2021
Kommentar von Tobias Dupke dazu vom 26.2.2021
Rheinische Post / Ausgabe Langenfeld vom 27.2.2021
Unsere Zweifel daran, ob überhaupt eine verkehrswissenschaftlich basierte Untersuchung durchgeführt wurde, begründen wir mit der Diskrepanz zwischen dem von der Autobahn GmbH vorgelegten Ergebnis und Untersuchungen der Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), die im Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) veröffentlicht sind. Danach ist die Kapazität einer TSF lediglich 14% schlechter als ein 8-spuriger Ausbau, und nicht 67% schlechter wie es die veröffentlichten Zahlen der Autobahn GmbH suggerieren:
Ergebnis der „ersten verkehrstechnischen Untersuchung“ der Autobahn GmbH
Tab.2 aus „Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS)
Der Verdacht ist also nicht unbegründet, dass die Autobahn GmbH mit den veröffentlichten Prozentzahlen versucht die TSF schlecht zu reden, um die Akzeptanz für den 8-spurigen Ausbau in der Bevölkerung zu erhöhen.

Anfrage der GRÜNEN bezüglich Seitenstreifenfreigabe

Kleine Anfrage der GRÜNEN im NRW-Landtag zur temporären Seitenstreifenfreigabe

Straßen.NRW (jetzt: Autobahn GmbH) hatte zugesagt bis zum Herbst 2020 eine Machbarkeitsstudie zur temporären Seitenstreifenfreigabe (TSF) zwischen Leverkusen und Hilden vorzulegen, die vom NRW-Verkehrsminister beauftragt wurde. Die Frage nach dem Grund der Verzögerung ist mehr als gerechtfertigt:
Kleine Anfrage der GRÜNEN vom 9.2.2021
In der 2. Sitzung des Dialogforums wurde von einem Zwischenstand der Machbarkeitsstudie berichtet, wonach -nicht nachvollziehbar- die Verbesserung des Verkehrsflusses wie folgt bewertet wurde:

  • geplanter 8-spuriger Ausbau         = 85% Verbesserung
  • temporäre Seitenstreifenfreigabe = 18% Verbesserung

Dies widerspricht allen bisherigen verkehrswissenschaftlichen Erkenntnissen! (siehe auch: Unsere Argumente)